Российская Федерация 2

zig äcker zig wälder zig seeen. . . wir freuen uns sehr, ein zweites mal in diese riesige russische welt einzutauchen. auf der insel olchon am baikalsee geniessen wir einmal mehr die einzigartige natur. entlang von hübschen steilen wegen erkunden wir die unzähligen einsamen buchten. trotz der bereits kühleren temperatur baden wir täglich im grössten süsswasserreservoir der welt. nebenbei gibt es zeit zum lesen und kochen von etwas aufwändigeren menus. die russischen kartoffeln sind geschmacklich äusserst interessant und bilden die grundlage für unzählige röstipfannen serviert mit pilzen oder fisch oder  speck oder ei oder so. etwas wehmütig  verlassen wir die insel, weil ab da unser kurs richtung heimat gerichtet ist. eigentlich schade, denn ab hier richtung pazifik und barentssee, gäbe es für uns noch einiges zu tun. die pendenzen sind vermerkt und sollen in einem späteren anlauf erledigt werden.

auf unserem weg zurück nach europa verlegen wir den schwerpunkt unserer interessen eher auf die städte-bau-kunst-kultur. wir sehen zum beispiel bratsk, welches seit dem bau von dessen staumauer in den 60ern vermutlich keinen pinselstrich mehr erhielt und trotzdem wohnlich scheint oder tomsk mit seinen detailreichen alten holzbauten oder krasnojarsk mit seinen riesigen siedlungen moderner wolkenkratzer welche blau oder rot oder grün sind oder st.petersburg welches in seinen kulturellen historischen superlativen zu versinken scheint oder petrozavodsk wo man noch mit den alten sowjetischen tragflügelbooten mitfahren kann oder murmansk wo der nebel so dick ist, dass wir kaum mehr den ausweg finden – sie alle verbindet die multikulturelle russische gesellschaft die wir erleben, immer hilfsbereit, fragend, interessiert und auf liebenswürdig, heitere art und weise.

C’s highlits:

gourmet-weekend im hübschen städtchen tomsk, zuerst den bauch mit allerlei spezialitäten vollschlagen, danach durch die stadt schlendern und die hübschen, typisch sibirischen holzhäuser bewundern

eiskalte nacht an der lena – höhepunkt war der mitternächtliche besuch der fischertruppe an wessen einwasserungsstelle wir nächtigten. offensichtlich hatten sie sich vorgängig mit etwas selbstgebrannten vorgewärmt. wir mussten natürlich auch von dem frostschutzmittel probieren, welches praktisch in einem riesigen einmachglas mittransportiert wurde. auch der anschliessende biss in die gurzi durfte nicht fehlen.  mmmhhh, so eine herrliche gurke haben wir noch selten probiert. danach warfen sie sich mit netzen ausgerüstet in einem mini-gummiboot in das eisige wasser und verschwanden kurz darauf lautlos in der dunkelheit

ausflug auf den krasnojarsker gurten, inkl. kletterpartie, schaschlik und plov

fahrt zum weissen meer und kola-halbinsel, trotz des schlechten wetters ein tolles fleckchen erde, richtig wilde und unbewohnte natur

man sagt ja, die russischen frauen, natürlich neben den berner meitischi, seien die schönsten der welt. ja, wer da so durch russland tingelt, sei es stadt oder land, mag nicht widersprechen

das autofahren auf den russischen strassen war überaus angenehm. schöne aussichten auf herbstliche wälder, riesige felder, durch hübsche kleine und grössere dörfchen, mal ein zwischenhalt hier, mal einer da. am strassenrand wird von beeren über pilzen, zu gemüse und ausgetopften bären alles verkauft. auf 8000 kilometern wurde uns nie langweilig. dazu noch sehr zuvorkommende russische auto- und truckfahrer. gehupt wird nur zum grüssen, warngeblinkt zum bedanken – ein richtiges miteinander. . .

stopka (russische abkürzung  für „sto vodka“ entspricht 100cl vodka)

Hinterlasse einen Kommentar